Banking: Filialbank oder Direktbank

Das Thema Online-Banking ist ein neuer Bereich auf der Seite Konto-einrichten.de. Meine Unzufriedenheit mit der Hausbank hat dazu geführt, mich mit dem Thema intensiv zu beschäftigen und Alternativen zu finden.

Filialbank hat kaum noch Vorteile

Seit weit über 40 Jahren führe ich verschiedene Konten bei einer Volksbank-Filiale. Die Bank zeichnete sich in den Jahrzehnten vor  durch folgende Vorteile aus:

  • Mitarbeiter gut erreichbar
  • gute Beratung
  • gute unbürokratische Lösungsansätze
  • örtliche Nähe durch dichtes Filialnetz
  • sehr gute Verzinsung der Bankanteile (4%)

Service nur noch eingeschränkt empfehlenswert

Doch der gute Service hat sich durch die letzte Umstellung der Software massiv verschlechtert. So haben wir es erlebt, dass eine Abbuchung zurückgebucht wurde, obwohl der Kreditrahmen nur um wenige Euro überschritten war. Außerdem hat die Bank nur wenige Tage später die regelmäßigen Einkünfte gebucht.  Andere Konten bei der Bank wiesen sogar ein positives Saldo auf.

Das Vorgehen der Bank ist selbstverständlich korrekt, in der Vergangenheit hatten solche Fälle jedoch keine Konsequenzen. Jetzt entscheidet nicht mehr der Bankberater, sondern eine Software. Und da gibt es offensichtlich keinen Spielraum. Hier unterscheidet sich die Dortmunder Volksbank also nicht mehr von anderen Direktbanken.

Filialnetz wird dünner

Trotzdem schätzen viele Kunden nach wie vor den persönlichen Kontakt zum Bankmitarbeiter in der Filiale. Doch auch das Netz der Filialen wird geringer. Nach Angabe des Bankenverbandes ist die Zahl der Bankfilialen von 42.100 Zweigstellen im Jahr 2007 auf knapp 32.000 Kundenzentren im Jahr 2017 erheblich geschrumpft. Ende 2019 sind es sogar noch einmal mehr als zehn Prozent weniger, nämlich knapp 28.400. Waren früher vor allem ländliche Regionen von der Entwicklung betroffen, trifft es jetzt auch größere Gemeinden und Ortsteile.

Sehr dichtes Automatennetz

Überzeugen können die Volksbanken und Sparkassen dagegen noch mit einem gigantischen Netz von Geldautomaten. Laut Statista gab es 2017 noch knapp 18.400 Bankautomaten der Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland, rund 1.000 weniger als im Jahr 2015. Nach eigenen Angaben betreiben die Sparkassen knapp  24.000 Geldautomaten und haben damit das dichteste Netz.

Vergleichsweise hohe Kosten

Der Kampf um die Kunden ist offensichtlich voll entbrannt. FinTechs werben mit kostenlosen Konten, fast jede traditionelle Bank bietet Online-Konten an. Die Kontoführungsgebühren variieren sehr stark. Die Sparkasse Köln-Bonn bietet ein Konto ab einen Euro im Monat, bei der Hamburger Sparkasse fallen knapp fünf Euro an, allerdings kostet jede Buchung dann noch einmal 50 Cent. Die Dortmunder Volksbank bietet ein Konto für knapp vier Euro im Monat an.

Direktbank als Alternative

Wenn also die Erreichbarkeit der Bank schwieriger wird, der Service nachlässt und die Kosten höher sind, ist es eine logische Konsequenz nach Alternativen zum herkömmlichen Banking zu suchen. Doch gerade bei den neuen FinTechs und Direktbanken gibt es auch Vorbehalte. Deshalb lesen Sie auf dieser Internetseite viele Informationen darüber, wie Sie zum Beispiel ein Konto bei der Comdirect-Bank eröffnen, warum es zum Beispiel bei der N26 scheitern kann und was Sie grundsätzlich beachten sollten.

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